Fichte (Föhre)

Fichte (Föhre)

Pinus sylvestris – Nadelholz

Die wilde Föhre ist in den kalten und hoch gelegenen Regionen Europas und Rußlands weit verbreitet.

Man benutzt die Zapfen, die häufig fälschlicherweise als Tannenzapfen bezeichnet werden, das eingedickte und sterilisierte Harz (Terpentin) und das ätherische öl, das man mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Nadeln gewinnt.

Wichtigste bekannte Bestandteile:

Terpentin-Essenz (einen, Kamphen, Phellandren …), Malol, ätherisches öl: einen, Sylvestren, Bornylazetat, Kadinen, Pumilon … Die Zapfen enthalten mehr als 200 g Harz pro kg.

Eigenschaften:

Innerlich:

  • kräftiges Antiseptikum derAtemwege, balsamisch
  • Antiseptikum der Harnwege und der Leber
  • energiespendend, die Nebennierenrinde stimulierend

äußerlich:

  • hautreizend (bei Rheumabeschwerden)
  • balsamisches Antiseptikum

Anwendungsgebiete:

Innerlich:

  • bei allen Beschwerden derAtemwege (Schnupfen, Bronchitis, Luftröhrenentzündungen, Lungenentzündungen, Asthma)
  • Grippe
  • Beschwerden des Harntraktes (bei leichteren Nierenbeckenentzündungen, Blasenentzündungen und Prostataentzündungen)
  • Gallenblasenentzündung
  • Infektionen aller Art
  • Nierensteine
  • Impotenz
  • Rachitis
  • Magenschmerzen, Darmschmerzen

äußerlich:

  • Lungenkrankheiten
  • Grippe, Stirnhöhlenentzündung
  • Rheuma, Gicht (Bäder)
  • Fußschweiß

Anwendungsarten:

Innerlich:

Heiltee: 20-50 g Fichtenzapfen auf 1 I Wasser, 3 Tassen täglich.

Sirup aus den Zapfen: 50 bis 100 g täglich.

Tinktur: 10 bis 20 Tr. zwei- bis dreimal täglich.

ätherisches öl: 3 bis 5 Tr. in Honig oder in alkoholischer Lösung drei- bis viermal täglich.

äußerlich:

ätherisches öl als Inhalation (Grippe, Stirnhöhlenvereiterung, Bronchitis)

Mischung für Inhalationen: ätherisches öl aus Lavendel 1 g, ätherisches öl aus Fichtennadeln 2 g, ätherisches öl aus Thymian 2 g, ätherisches öl aus Eukalyptus 4 g, Alkohol zu 90%, ausreichend für 150 ccm, 1 TL oder EL auf 1 Schale kochendes Wasser. 1 bis 2 Wochen lang 2 bis 3 Inhalationen täglich.

Essenz oder Zapfen als Bad: Teilbad bei Fußschweiß, Entzündung der Schweißdrüsen, Vollbäder bei Rheuma und Gicht verflüssigt den Schleim und erleichtert den Auswurf.

  • Notabene:
  1. Aus der Fichte und der Strandkiefer wird der Holzteer gewonnen.
  2. Siehe unter Zimt die Rezeptur gegen Läusebefall und Krätze.
  3. Die Strandkiefer (Pinus maritima) liefert das BordeauxTerpentin, das schwarze Pech, Teer usw.
  4. Die Tanne (Abies pectinata) liefert das sogenannte Vogesen-Harz.
  5. Jacques Cartier lernte 1543 von den Indianern, daß Fichtennadeln bei Skorbut heilend wirken.

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