Ginseng Panax ginseng – Efeugewächs

Ginseng Panax ginseng – Efeugewächs

Es gibt verschiedene Ginseng-Arten: Panax C. A. Mayer (Ginseng aus Korea und der Mandschurei), Panax quinquefolium (Amerika) und Panax repens (Japan) sind die wichtigsten. Ginseng aus Korea und der Mandschurei, den beiden Hauptproduktionsländern, soll über die besten therapeutischen Effekte verfügen.

Die schenkelförmigen Wurzeln, die zu Heilzwecken verwendet werden, gelten im Fernen Osten als Wundermittel, das bei fast allen Krankheiten helfen soll.

Wichtigste bekannte Bestandteile:

Magnesium, Phosphor, Kalzium, Kalium, Silizium, Schwefel, Eisen, Kupfer … Vitamine, vor allem aus der B-Gruppe, flüchtige öle, östrogen, Saponin, Glykoside, Sterole, Harze und Stärke in winzigen Spuren.

Eigenschaften:

  • allgemein stärkend (insbesondere Gehirn, Herz und Geschlechtsorgane)
  • die Menstruation regulierend (Ginseng enthält Spurenelemente, die mit den Eierstockhormonen vergleichbar sind)
  • soll das Herz stärken und den Kreislauf regulieren
  • vorbeugend bei Infektionskrankheiten
  • blutzuckersenkend

Anwendungsgebiete:

  • allgemeine, geistige oder sexuelle Erschöpfungszustände
  • Epidemien
  • Diabetes (laut Pr. Hong Hak Kun)

Anwendungsart:

in homöopathischen Präparaten, innerhalb der chinesischen Medizin, aber auch der anderer Länder.

  • Notabene: Ginseng ist heute sehr in Mode. Beim Kauf von fertigen Präparaten ist es wichtig, auf den Anteil der Pflanze am Präparat zu achten, was nicht immer einfach ist. Neben seriösen Händlern gibt es auf diesem Gebiet leider sehr viele, die nur ihren finanziellen Erfolg im Auge haben, die sich aber meist durch ihre phantasievollen »chemisch-biologischen« Beipackzettel verraten.
    Im Gegensatz zu anderen im Heilwesen tätigen Berufsgruppen haben sich ärzte bisher kaum auf dieses Wundermittel gestürzt. Diese Zurückhaltung ist lobenswert, denn zahlreiche Ginseng-Präparate sind durch die verschiedensten Zusätze verfälscht. Bei reinen Produkten halten sich gut verpackte Wurzeln ungefähr drei Wochen; danach verliert Ginseng an Wirksamkeit.
    Der Mißbrauch von aktiv wirksamem Ginseng kann unerwünschte Effekte zur Folge haben: schmerzhaftes Anschwellen der Brüste, überreizung des zentralen Nervensystems, niedriger oder auch hoher Blutdruck … Falls die Tagesdosis 15 g überschreitet, kann es zu Verwirrtheitszuständen kommen. Das alles ist keineswegs überraschend: »Nichts ist Gift, alles ist Gift, nur die Dosis ist ausschlaggebend.« Das Schwierige dabei ist, daß es keine allgemeinen Dosierungsvorschriften gibt, sondern die richtige Dosierung von der Konstitution des Patienten abhängt.
    Ich habe mich immer geweigert, die Pythotherapie zu der sogenannten sanften Medizin zu zählen; ich glaube, das soeben Gesagte bestätigt mich.

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