Koriander

Koriander

Coriandrum sativum

Doldenblütler

Dieses Gewürz wird vor allem in Zentraleuropa, Rußland und Marokko angebaut.

Koriander zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, sich in verschiedenen Gebieten akklimatisieren zu können; über die ägypter gelangte die Pflanze auf unseren Kontinent, und im 18. Jahrhundert war sie um Paris schon weit verbreitet.

Verwendete Teile:

Frucht, ungenau oft auch als Samen bezeichnet; Essenz, die durch Dampfdestillation der pulverisierten Frucht erzielt wird (Ertrag: 1 %).

Wichtigste bekannte Bestandteile:

Essenz (90% Koriandrol, ein Isomer des Borneol, Geraniol, Pinen, Cineol, Terpinen usw.).

Eigenschaften (vergleichbar mit denen von Kümmel und Anis):

Innerlich:

  • blähungsbekämpfend
  • magenstärkend
  • anregend
  • nach Ansicht mancher Forscher das Gedächtnis stützend und
  • aphrodisisch

äußerlich:

  • schmerzlindernd

Anwendungsgebiete (ähnlich wie von Kümmel und Anis):

Innerlich:

  • Luftschlucken
  • Verdauungsschwierigkeiten, Blähungen
  • Krämpfe
  • nervöse Appetitlosigkeit und nervöse Erschöpfungszustände.

äußerlich:

  • rheumatische Schmerzen

Anwendungsarten:

Innerlich:

Heiltee: 1 TL Samen pro Tasse, zum Kochen bringen und 10 Minuten ziehen lassen. Eine Tasse nach jeder Mahlzeit.

Tinktur: 10 bis 20 Tr. nach den Mahlzeiten

Essenz: 1 bis 3 Tr. zwei- bis dreimal pro Tag nach den Mahlzeiten in etwas Honig aufgelöst.

äußerlich:

als Lotion oder Pomade gegen rheumatische Schmerzen.

  • Notabene: Frisch hat die Frucht, die so groß ist wie ein Pfefferkorn, einen merkwürdigen Wanzengeruch; erst getrocknet riecht sie angenehm. Als frischer Pflanzensaft in geringen Dosen genossen, hat die Koriander-Essenz ähnliche Wirkungen wie der Alkohol: sie regt zuerst an und verursacht anschließend Depressionen. In höheren Dosen löst sie totale Betrunkenheit und tiefe Niedergeschlagenheit aus (Cadeac und Meunier).
    Koriander wird als Gewürz verwendet, außerhalb der deutschen Grenzen auch als Geschmacksträger bei der Bierproduktion. In Algerien dient er, mit Salz und Pfeffer vermischt, zur Konservierung von Fleisch. Außerdem findet er in zahlreichen Likören und Marinaden Anwendung. Er gehört in jeden Melissengeist. Koriander ist ein wichtiger Bestandteil der vier heißen Samen (blähungsbekämpfend, zusammen mit Anis, Kümmel und Fenchel).

Das berühmte Toilettenwasser, das die Karmeliterinnen in Paris im 18. Jahrhundert herstellten, verdankte seinen Erfolg zum Teil dem Koriander.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: