Majoran

Majoran

Origanum majorana

Lippenblütler

Volkstümliche Namen: Maran, Wurstkraut

Majoran wächst wild in Persien, an der Mittelmeerküste, in Deutschland, Ungarn, Jugoslawien …

Verwendete Teile:

Blütenknospen, Essenz

Wichtigste bekannte Bestandteile:

ätherisches öl, mit Hilfe von Dampfdestillation gewonnen: Mischung aus Kampfer und Borneol (85%, laut Bruylants), Terpinen, Sabinen …

Eigenschaften:

Innerlich:

  • stark bakterienbekämpfend
  • krampflösend
  • Tonus senkend, vegetativ beruhigend, blutdrucksenkend (laut Caujolle)
  • erweitert Gefäße und Arterien
  • dämpft die Empfindlichkeit (laut Cadeac und Meunier ist Majoran in hohen Dosen ein Betäubungsmittel)
  • blähungsbekämpfend
  • den Auswurf fördernd
  • verdauungsfördernd
  • die Lust dämpfend

äußerlich:

  • wundheilend
  • stärkend
  • schmerzlindernd

Anwendungsgebiete (ähnlich wie bei Pfefferminze und Thymian):

Innerlich:

  • Infektionskrankheiten
  • Verdauungskrämpfe (Luftschlucken), Krämpfe der Atemwege (laut Leclerc)
  • arthritische Beschwerden
  • Schlaflosigkeit, Migräne, Angstzustände, Ticks Psychasthenie, psychische Instabilität
  • Blähungen
  • sexuelle Erregbarkeit

äußerlich:

  • allgemeine Schwächezustände (Bäder)
  • rheumatische Beschwerden
  • Schnupfen

Anwendungsarten:

Innerlich:

Heiltee: 1 TL der kleingeschnittenen Pflanze auf 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen, 2 bis 3 Tassen täglich

Essenz: 3 bis 4 Tr. zwei- bis dreimal täglich in Honigwasser.

Als wäßrige Lösung: 5 bis 20 g täglich, entweder allein oder mit anderen krampflösenden Säften:
wäßrige Majoran-Lösung 50 g, wäßrige Baldrian-Lösung 25 g, wäßrige Lattich-Lösung 25 g, 1 bis 3 EL vor dem Schlafengehen (Angstzustände, Schlaflosigkeit)

krampflösende Zuckerlösung: Majoran-Essenz 50 Tr., raffinierter Zucker 25 g, Milchzucker 25 g, 1 TL in Tee aufgelöst vor dem Schlafengehen
Arnikatinktur 300 Tr., Alraunwurzelgeist 100 Tr., MajoranWasser zum Auffüllen für 100 ml, 1 TL zweimal täglich (bei arthritischen Beschwerden)

äußerlich:

als stärkendes Bad wird Majoran-Zusatz für wirkungsvoller gehalten als Thymian

gegen Schnupfen: den Tee in die Nase einziehen

gegen Entzündungen in der Mundhöhle: mit dem Heiltee den Mund ausspülen und gurgeln

gegen Rheumaschmerzen: Kompressen, die mit dem Heiltee getränkt wurden, auflegen, oder mit einer Pomade, die 1 bis 2% Essenz enthält, einreiben.

  • Notabene:
  1. Majoran-Essenz tötet den Tuberkulose-Erreger in einer 0,4%igen Lösung ab.
  2. Sänger haben seit jeher zu Naturheilmitteln gegriffen, um ihre Stimme zu pflegen: Andorn-Heiltee mit Honig, Kohl- oder Knoblauchbouillon, gemahlene Senfkörner, mit Honig vermischt – auch Majorantee, mit Honig gesüßt, gehört zu diesem Arsenal.
  3. Marokkanische Schnecken. In der Gegend von Fes nennt man sie »Boubbouche«. Sie sind kleiner und heller als die aus Burgund und werden heiß oder kalt in einer Brühe serviert. Man schreibt ihnen appetitanregende, blutreinigende und verdauungsfördernde Eigenschaften zu, was nicht weiter erstaunt, wenn man weiß, daß die Bouillon grünen Anis, Kümmel, Thymian, Tee, Süßholzwurzel, Wermut, Salbei, Majoran, Pfefferminze, Bitterorange und sudanesischen Pfeffer enthält. Majoran wird in der zentraleuropäischen Küche häufig verwendet. Wenn Sie gern gegrilltes Fleisch mögen, dann lassen Sie doch ein Sträußchen getrockneten Majoran in 1 I öl ziehen (auch mit Thymian oder Rosmarin möglich). Pinseln Sie damit Ihr Fleisch ein.

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