Fachausdrücke

Abszeß, heißer: Eiteransammlung in einer durch krankhafte Vorgänge entstandenen Körperhöhle, entsteht durch eine akute Entzündung und ist meist mit hohem Fieber verbunden.

Abszeß, kalter: Eiteransammlung in einer durch krankhafte Vorgänge entstandenen Körperhöhle, entsteht durch eine chronische Entzündung.

Allergie: Veränderte Reaktionsweise des Organismus (überempfindlichkeit) nach voraufgegangener Berührung mit Antigenen, das heißt Stoffen, die spezifische Antikörper erzeugen.

Amnesie: Totaler oder teilweiser, zeitlich beschränkter oder unbeschränkter Ausfall des Erinnerungsvermögens.

Analfistel: Eine Fistel ist ein angeborener oder erworbener röhrenförmiger Gang zwischen Körperhöhlen und der äußeren Haut oder inneren Schleimhaut; Analfisteln sind Fisteln in der Analzone.

Antibiotikum (eigentlich: gegen das Leben): Substanzen, die bereits in sehr geringer Konzentration das Wachstum bzw. die Vitalität von Mikrobenarten hemmen; werden zumeist synthetisch hergestellt, kommen aber auch in natürlicher Form vor.

Antisepsis: Hemmung oder Vernichtung von Wundinfektionserregern innerhalb der Wunde mit chemischen oder natürlichen Mitteln, oder: Maßnahmen, die die bakterielle Verunreinigung von Materialien und Geweben, die oft unvermeidbar sind (gerade in Wunden), bekämpfen.

Antiseptisch: keimtötend.

Aphrodisisch: den Geschlechtstrieb steigernd.

Aphthen: Typische Schleimhautdefekte entzündlicher Art des Mundes, die immer wiederkehren; nicht infektiös, aber sehr schmerzhaft.

Arteriosklerose: Krankhafte Veränderung der Arterien: Verdickung der Gefäßinnenhaut, häufig mit Verkalkung und Geschwürbildung einhergehend.

Arthritis: Gelenkentzündung.

Bakteriostase: Hemmung der Bakterienvermehrung durch Schädigung der Erreger.

Basedow-Krankheit: Eine überfunktion der Schilddrüsen; typisches äußeres Anzeichen sind die Glotzaugen; daher auch Glotzaugenkrankheit genannt.

Blutsenkung: Bei der Blutsenkung handelt es sich um eine Senkungs-Reaktion der roten Blutkörperchen; gemessen wird die Geschwindigkeit, mit der sie in einem genormten Reagenzglas auf den Boden sinken. Der Test gehört zur klinischen Routine. Bei Entzündungen, Veränderungen der Bluteiweiße usw. ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit in der Regel erhöht.

Chlorose: Bleichsucht, eine Form der »Blutarmut«, die heute kaum noch vorkommt.

Ekzem: Juckende, schubweise auftretende, entzündliche, ohne Narbenbildung verheilende Krankheit der Haut, die verschiedene Ursachen hat. Viele Ekzemerkrankungen werden chronisch.

Elektroenzephalogramm oder Elektroenzephalographie (EEG): Methode zur kurvenmäßigen Registrierung der Aktionsstromtätigkeit des Gehirns.

Elektrokardiogramm (EKG): Methode zur Aufzeichnung der Aktionsströme bzw. -Spannung bei der Herztätigkeit.

Endokrine Drüsen: Drüsen, die ihre Sekrete direkt an das Blutgefäßsystem abgeben; sie entsprechen den Hormondrüsen.

Epilepsie: Fallsucht, die verschiedene Formen annehmen und verschiedene Ursachen haben kann.

Gangran: zu deutsch »Brand«. Ein Gangrän entsteht durch die Einwirkung der Außenwelt auf abgestorbenes Gewebe. Man unterscheidet den trockenen Brand vom feuchten Brand, der durch Kontakt mit Fäulnisbakterien entsteht. Die Farbveränderungen des Gewebes, das bräunlich-schwarz wird und »wie verbrannt« aussieht, führten zu der deutschen Bezeichnung.

Gastritis: Akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut.

Hämorrhagie: Blutungen.

Hämorrhagisch: zu Blutungen führend.

Hybride: Von zweierlei Herkunft, auch Mischling, Bastard; in der Botanik bezeichnet das Wort Pflanzen, die aus Kreuzungen hervorgegangen sind.

Infarkt: Durch Verschluß einer Arterie abgestorbener, sekundär veränderter Gewebebezirk.

Kapillaren: Die kleinsten, »haarfeinen« Blutgefäße.

Kataplasma: Ein heißer Breiumschlag, der einfach sein kann (Kartoffeln, Leinsamen usw.) oder aus verschiedenen Substanzen oder Arzneimitteln zusammengesetzt.

Katarrh: Entzündung von Schleimhäuten, normalerweise verbunden mit starker Schleimabsonderung (zum Beispiel Nasenkatarrh).

Kaverne: Krankheitsbedingte Hohlraumbildung, die durch Zerstörung von Gewebe entsteht, besonders in der Lunge (typisch für Lungentuberkulose).

Koma: Bewußtlosigkeit; mit Koma wird ein Zustand tiefster, durch äußere Reize nicht zu unterbrechender Bewußtseinsstörung bezeichnet. Die Ursachen können sehr verschieden sein: Vergiftung, Stoffwechselstörungen, Hirntrauma …

latent: Man spricht dann von einer latenten Krankheit, wenn diese ohne Zeichen und ohne Symptome verläuft.

Leukozyten: Die weißen Blutkörperchen; als Oberbegriff umfaßt das Wort alle Gruppen.

Lupus: Eine Autoimmunkrankheit; schwere Erkrankung des Gefäßbindegewebes, wobei der Körper Antikörper gegen zelleigene Substanzen bildet.

Manische Zustände: Mit manisch bezeichnen wir Zustände mit ausgeprägter Antriebssteigerung und gehobener, nicht unbedingt begründbarer, also pathologischer Stimmung; gehört zum Bereich der affektiven Psychosen.

Mikrobe: Die Mikrobe ist ein Mikroorganismus, das heißt, ein mikroskopisch kleines, pflanzliches oder tierisches Lebewesen. Zu den Mikroben zählen unter anderem Bakterien, Viren, Kleinpilze, die sogenannten Funguli.

Neuralgie: Neuralgien sind Schmerzen in einem oder mehreren Bereichen eines Nervs, wobei die Nerven selbst druckempfindlich sind. Neuralgien können an- und abschwellend auftreten, aber auch als plötzlicher Anfall.

Neuro-vegetativer Bereich: Zum neuro-vegetativen Bereich gehört der Teil des Nervensystems, der der Regelung der Lebensfunktionen dient (Atmung, Verdauung, Stoffwechsel usw.); wir sprechen auch von einer Regelung des »inneren Milieus« . Dieser Bereich ist dem Willen und dem Bewußtsein entzogen.

Neuro-vegetabve Dystonie: Fehlregulation des neuro-vegetativen Nervensystems, die zu Funktionsstörungen verschiedener Organe führen kann, besonders des Herzens und des Kreislaufs.

ödem: Schmerzlose, nicht gerötete Schwellungen infolge von Ansammlung wäßriger Flüssigkeit in den Gewebespalten, zum Beispiel der Haut oder der Schleimhäute.

östrogene: Weibliche Sexualhormone.

Post-Menopause: Abschnitt innerhalb der Wechseljahre der Frau nach der letzten Monatsblutung.

Prostration: Höchste Erschöpfung der Körperkräfte.

Psychasthenie: Abnorme, seelische Reaktions- und Verhaltensweise, die allgemein durch einen Mangel an seelischer Kraft gekennzeichnet ist.

Radikale: Stark reaktionsfähige Atomgruppen, die geschlossen und ohne Veränderungen zu erleiden durch die chemische Reaktion gehen.

Sarkom: Bösartige Geschwulst, die aus Bindegewebe hervorgeht und deren Zellen der Art nach Bindegewebszel len entsprechen, aber der Zahl nach abnorm reichlich entwickelt sind.

Schanker: Der sogenannte weiche Schanker ist eine bakterielle Entzündung der Genitale und Leistenlymphknoten, die durch Geschlechtsverkehr übertragen wird.

Skrofulose: Haut- und Lymphknotenerkrankung im Kindesalter auf allergischer Basis (äußert sich in chronischem Schnupfen, Bindehaut- und Lidentzündungen).

Spinal: Die Wirbelsäule oder das Rückenmark betreffend.

Sporen: Vermehrungs- und Dauerformen von Mikroben mit praktisch ruhendem Stoffwechsel; Sporen sind sehr widerstandsfähig gegen physikalische und chemische Einwirkungen. Die Sporenform hilft Bakterien, ungünstige Lebensbedingungen zu überstehen .

Sympathikus: Eigentlich Nervus Sympathikus; ist ein Teil des vegetativen Nervensystems; siehe unter neuro-vegetative Bereiche.

Tenside: Oberflächenaktive chemische Stoffe, die sich zum Beispiel in Waschmitteln befinden.

Trauma: Verletzung, Wunde, Gewalteinwirkung. Wir bezeichnen damit häufig die Folgen von Unfällen (Hirntrauma).

Traumatisch: Durch Verletzungen oder Unfälle entstanden.

Tuberkulose: Durch Tuberkelbakterien hervorgerufene Infektion, die in der Regel chronisch verläuft. Am verbreitetsten ist die Lungentuberkulose, es werden aber auch Lymphknoten, Darmschleimhaut, Kehlkopf, Niere, Leber, Nebenniere, Knochen, Haut und das zentrale Nervensystem von den Tuberkelbakterien befallen.

Virulenz: »Giftigkeit«: die Infektionskraft und Vermehrungsfähigkeit von Mikroben im Organismus.

Virus: Auf künstlichem Nährboden nicht züchtbares, normale Bakterienfilter passierendes Kleinstlebewesen.

Zellulitis: Eine Umschreibung für Fettleibigkeit, mit leichter Lymphstauung und Schwellung des Gewebes (besonders an den Oberschenkeln bei Frauen).

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