Eukalyptus

Eukalyptus

Eucalyptus globulus

Myrtengewächs

Es gibt ungefähr 300 Eukalyptus-Arten; 50 davon wachsen an der Mittelmeerküste.

Er stammt aus Australien und Tasmanien, ist aber heute in allen Mittelmeerländern verbreitet.

Er wird als Heiltee (Blätter, Knospen), Inhalation (Blätter, ätherisches öl) oder zum Einnehmen (ebenfalls ätherisches öl, in der Regel zusammen mit anderen Essenzen) verschrieben.

Wichtigste bekannte Bestandteile:

Tannine, Essenz, zusammengesetzt aus 80 bis 85% Eukalyptol, Phellandren, Aromadendren, Eudesmol, Pinen, Camphen, baldriansaure, buttersaure und capronsaure Aldehyde, äthyl- und Amylalkohole …

Die Essenz wird mit Hilfe von Dampfdestillation aus den Blättern gewonnen.

Die ausgezeichnete antiseptische Wirkung des Eukalyptols auf die Lunge ist seit langem bekannt.

Eigenschaften:

Innerlich:

  • allgemein antiseptisch, besonders aber die Luft- und Harnwege betreffend
  • balsamisch (hustenstillend, schleimlösend)
  • blutzuckersenkend (Faulds, Trabut)
  • rheumabekämpfend
  • fiebersenkend
  • wurmtreibend
  • anregend

äußerlich:

  • keimtötend (das Versprühen einer 2-%-Eukalyptus-Essenz-Emulsion tötet 70% der schwebenden Staphylokokken)
  • parasitenbekämpfend
  • wundheilend vorbeugend bei ansteckenden Krankheiten, insbesondere bei Lungenkrankheiten
  • mückenvertreibend

Anwendungsgebiete:

  • Erkrankungen der Luftwege: chronische oder akute Bronchitis, Grippe, Lungentuberkulose, Lungengangrän, Asthma, Husten, Harnwegserkrankungen: verschiedene Infektionen, besonders durch Kolibakterien hervorgerufene, Diabetes
  • verschiedene Krankheiten und Fieberzustände: Malaria, Typhus, Röteln, Scharlach, Cholera (Vorbeugung bei Scharlach und Röteln nach der Methode von Milne)
  • Rheuma, Neuralgien
  • Darmparasiten: Spulwürmer, Madenwürmer
  • Migräne
  • allgemeine Erschöpfungszustände

äußerlich:

  • Verletzungen, Verbrennungen, begünstigt als Verband die Bildung von neuem Gewebe
  • Lungenkrankheiten, Grippe (siehe unter NB die Milne-Methode). Stirnhöhlenentzündungen
  • Läusebefall (nach Sergent und Holey), vertreibt Mücken

Anwendungsarten:

Innerlich:

Heiltee: 3 bis 4 Blätter (oder 1 EL kleingeschnittene Blätter) pro Tasse. Eine Minute kochen und zehn Minuten ziehen lassen. 3 bis 5 Tassen täglich.

Pulver (aus den Blättern): 6 bis 10 Kapseln mit 0,50 g.

in alkoholischer Lösung: 2 bis 4 g pro Tag in einem Getränk (Kinder: 5 Tr. pro Lebensjahr täglich)

Tinktur (1/5: 1 bis 10 g pro Tag, in einem Getränk aufgelöst.

Sirup (Codex): 30 bis 100 g täglich (20 g = 0,7 g Eukalyptusblätter.

ätherisches öl: entweder in Tropfenform (2 bis 5 Tr. zwei- bis dreimal täglich in einer alkoholischen Lösung oder mit Honig). 52 Tr. entsprechen 1 g; Maximaldosis pro Tag: 2 bis 3 g als Kapseln oder Perlen von 0,10 bis 0,20 g (0,20 bis 2 g täglich)

äußerlich:

Heiltee, der in Zimmern versprüht wird (10 g auf 1l)

Essenz: als Inhalation (10 bis 15 Tr. auf 1 Schale kochendes Wasser)

Inhalationsmischung (gegen Grippe, Stirnhöhlenentzündung, Bronchitis)

Lavendel-Essenz 1 g, Fichtennadel-Essenz 1 g, Thymian-Essenz 2 g, Eukalyptus-Essenz 4 g, Alkohol (90%) ausreichend für 150 ccm, 1 TL bis 1 EL auf eine Schale kochendes Wasser, 2 bis 3 Inhalationen täglich während 1 bis 2 Wochen.

Inhalationstabletten:

Menthol 0,001 g, Eukalyptus-Essenz 0,06 g, Thymian-Essenz 0,03 g, Benzoeharz-Tinktur 0,03 g, auf eine Tablette. 1 bis 2 Tabletten in einer Schale mit sehr heißem Wasser auflösen.

Wunden: Heiltee, verdünnte Essenz.

Verbrennungen: ölhaltige, antiseptische Mischung (entwickelt im Höpital Broussais):

Eukalyptus- und Thymian-Essenz je 2 g, Rosmarin und Lavendel-Essenz je 3 g, Menthol 0,50 g, Methylsalicylat 1 g, Beruhigungsbalsam 100 g, Nelkenöl 1000 g, für Verbände.

Desinfizierende Mischung:

Eukalyptus-Essenz 15 g, Phenol 15 g, Terpentin-Essenz 100 g im Zimmer verdunsten lassen (z. B. auf Kompressen).

Lotion zur Muckenabwehr.

Eukalyptus-Essenz 3,5 g, Geranium-Essenz 2,5 g, Zitronenmelissen-Essenz 3,5 g, Alkohol (90%) für 90 ml, auf entblößte Körperstellen auftragen. Noch besser ist »StopInsectes« (in Frankreich beziehbar bei Phyto-Est, 4, rue Girlenhirsch, 67400 Illkirchen-Graffenstaden, Tel.: 00 33 88/ 6712 22).

  • Notabene: Methode nach Milne: Zu Behandlung von Fieber, das mit Ausschlägen verbunden ist, besonders von Röteln und Scharlach. Verhütet Ansteckungen, ohne daß der Kranke isoliert werden müßte. Sie besteht in der wiederholten Einpinselung der Mandeln und des Rachens mit einem 10%igen Phenol-öl, der Einpinselung der Haut mit reiner Eukalyptus-Essenz. Der Kopf des Kranken wird durch ein Tuch geschützt, das immer wieder mit Eukalyptus-Essenz besprüht wird.

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