Wurmsamen (Gänsefuß)

Wurmsamen (Gänsefuß)

Chenopodium anthelminticum

Gänsefußgewächs

Giftig! Der Wurmsamen ist eine Unterart des Chenopodium ambrosioides (wohlriechender Gänsefuß) und wächst in unseren Gärten.

Verwendete Teile:

Blätter, Samen und vor allem das ätherische öl, das durch Destillation mit Hilfe von Dampf aus den Blüten und Samen gewonnen wird.

Wichtigste bekannte Bestandteile:

Ascariol (40 bis 80%), Chenopodin, Cymen, Sylvestren, Safrol, Cineol, Carvon, rechtsdrehender Kampfer, flüchtige Fettsäuren …

Eigenschaften:

wurmtreibend

Anwendungsgebiete:

Darmparasiten Spulwürmer, Hakenwürmer (aber auch Madenwürmer und Fadenwürmer; beim Bandwurm nicht immer erfolgreich)

GEGENINDIKATIONEN: Herz- und Nierenleiden, Tuberkulose Arthritis Schwangerschaft

Anwendungsarten:

Innerlich:

Essenz (aetheroleum chenopodi anthelmintic): in Gelatinekapseln ä 15 Tr. Essenz

Erwachsene: 3 Kapseln morgens nüchtern mit jeweils einer Stunde Abstand

Jugendliche (10-15 Jahre): 2 Kapseln

Kinder (6-10 Jahre): 1 Kapsel

1 Stunde nach der Einnahme ein Abführmittel auf der Basis vor Magnesiumsulfat geben und nüchtern bleiben, bis das Abführmittel gewirkt hat.

Nach 15 bis 20 Tagen die Behandlung wiederholen.

Kinder, die jünger als vier Jahre sind, dürfen keine Wurmsamen-Essenz einnehmen.

Samen: 1 TL (Blätter: 1 EL) auf 1 Tasse kochendes Wasser.

10 Minuten ziehen lassen.

Morgens 1 Tasse auf nüchternen Magen, drei Tage lang.

äußerlich:

3 Handvoll Blätter auf 1 I Wasser. 10 Minuten kochen lassen.
Als heiße, feuchte Bauchkompresse.

  • Notabene: Wurmsamen-Essenz ist giftig, vor allem wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen wird. So empfehle ich einige Tage vor der Behandlung eine stärkereiche und fettarme Diät. Dann verträgt der Organismus das Gift besser.

Auswirkungen des Gifts:

  • blutdrucksenkend
  • die Herztätigkeit und die Atmung herabsetzend
  • das Nervensystem angreifend
  • das Gehör angreifend (in bestimmten Fällen bis zur Taubheit)
  • Anzeichen für eine Vergiftung: Schwindelgefühle, übernervosität, Seh- und Hörschwierigkeiten (in solchen Fällen sofort den Magen spülen!)
  • Maximaldosen: 25 Tr. oder 0,50 g als Einzeldosis, 50 Tr. oder 1 g als Tagesdosis
  • Fertige Präparate: »Oxyfuge Castel, Vermirene«

Andere Gänsefußarten
Chenopodium album oder Weißer Gänsefuß
In Frankreich und Deutschland weit verbreitet; erfrischend, beruhigend, hämorrhoidenbekämpfend.
Manche Autoren halten ihn, lokal angewendet, fürein Mittel gegen Haarausfall, der von Schuppen verursacht wird.

Chenopodium ambrosioides oder Wohlriechender Gänsefuß
Auch mexikanischer und spanischer Tee oder Jesuiten-Tee genannt; kräftigend, magenstärkend. Ist auch bei nervösen Leiden angezeigt. Wird vor allem als Heiltee verschrieben.

Chenopodium bonus-henricus oder Guter Heinrich
In Frankreich und Deutschland weit verbreitet; seine Blätter werden wie Spinat zubereitet (vor allem von jungen Pflanzen), daher auch sein Beiname »wilder Spinat«.
Erfrischend und abführend.

Außerdem gibt es noch den Garten-Gänsefuß, den durchblätterten Gänsefuß oder Erdbeerspinat usw.

Auch der Mangold ist ein Gänsefußgewächs, dessen Blätter und Rippen ein ausgezeichnetes, erfrischendes Gericht liefern. Die Blätter können roh als Salat verwendet werden, während die Rippen meist gekocht werden. Vor einigen Jahren hat die Academie Rabelais* bei einem großen Kochwettbewerb einem Mangold-Gericht den ersten Preis zugesprochen.

* Eine der anspruchsvollsten Feinschmeckervereinigungen Frankreichs. Anmerkung des übersetzers.

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